Wie funktioniert Online-Werbung – Welche entscheidene Rolle hat dabei das Affiliate-Marketing?

Das Image zeigt die Umsatzentwicklung im Affiliate Marketing, einer Teildisziplin des Online-Marketings. Der Umsatz wächst stetig und betrug 2016 ganze 7,6 Milliarden Euro.

Werbung gibt es schon seit eh und je, und findet sich auch im digitalen Bereich wieder. Wie funktioniert Online-Werbung eigentlich und welche Werbeformen existieren? Eine entscheidende Rolle im Online-Marketing-Business spielt hat das sogenannte Affiliate-Marketing.

Hier bewerben Blogger und Influencer Produkte von Dienstleistern oder Online-Shops. Und das aus gutem Grund, sie werden nämlich dafür bezahlt. Die Disziplin Affiliate Marketing ist ein milliardenschweres Business und hier kann grundsätzlich jeder Geld verdienen. Auch in den sozialen Netzwerken begegnen uns verschiedenste Werbeformen.

Die bekannteste Form der Werbung im Internet sind Werbebanner. Ein Werbebanner von MediaMarkt sieht wie folgt aus:

Werbung im Internet ist überall zu finden

Einfluss von Werbung auf das Kaufverhalten

Selbst mit einem Werbeblocker werden wir im Internet ständig mit Werbung konfrontiert: Sei es im Bereich des Influencer Marketings oder im Content Marketing, um nur zwei große Disziplinen aus dem Bereich des Online-Marketings zu nennen. Der Einfluss von Werbung auf das Verhalten von Verbrauchen in Bezug auf den Kauf von Waren oder den Konsum von Dienstleistungen kann unterschiedlich ausgeprägt sein.

Sie kann auch einen entscheidenden Einfluss auf dein Kaufverhalten und damit deine finanzielle Lage haben. Solltest du für Werbung besonders empfänglich sein, lohnt es sich unsere Beiträge in der Kategorie Konsumpsychologie zu lesen. Diese Artikel werden dir helfen, das Thema Kaufverhalten besser zu verstehen, und an der einen und anderen Stelle hart verdientes Geld zu sparen.

Wie relevant ist ein Werbeprospekt für dich?

Werbung in Prospekten wird seitens der Verbraucher dann ernst genommen, wenn die Angebote als gut genug empfunden werden. Nur wenn du das Gefühl hast, dass die beworbenen Rabatte und Preisreduzierungen nachvollziehbar sind, wirst du die Werbung einer Marke positiv in Erinnerung behalten. Das Image beim Verbraucher ist aus Sicht des werbenden Unternehmens ein wichtiger Bestandteil mit in deren Marketing-Strategie.

Prospekte befinden sich direkt zum Anfassen im Briefkasten, liegen kostenlos in öffentlichen Verkehrsmitteln bereit, und finden sich oftmals als Beilage von Zeitschriften wieder.

Permission Marketing – Erlaubnis für Werbung erteilt

Im besten Fall – aus Sicht des Unternehmens – konsumierst du freiwillig das Werbeprospekt. Diese Freiwilligkeit spiegelt sich im sogenannten Permission Marketing wieder. Hier geben wir als Verbraucher dem werbenden Unternehmen explizit die Erlaubnis (engl. permission), uns Werbung zuzuschicken.

Im digitalen Bereich versteht man unter der Permission z.B. das Einwilligen in den Empfang von Newslettern, das Downloaden einer Schnäppchen-App oder das Lesen von Artikeln, die Angebote oder Dienstleistern in einer indirekten Form konkret bewerben. Die Erlaubnis dazu gibst du nur, wenn du die Werbung grundsätzlich als relevant erachtest. Manchmal ist es auch die Überschrift eines Artikels, die dann irreführend zu deinem Konsum eines Werbeartikels führt.

Werbung bei Google & Facebook – ein Milliarden-Business

Grundsätzlich erhalten Betreiber von Websites für das Bereitstellen von Werbeflächen Geld von den werbenden Unternehmen. Zu diesen Werbetreibenden zählen z.B. Online-Shops, Banken und andere Dienstleistungs-Unternehmen.

Bei der Banner-Werbung sehen wir oft personifizierte Werbung aus dem Google Adsense Programm. Google gehört mit Facebook zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen im Bereich des Online-Marketing. Daher werden wir bei Banner-Werbung oft Anzeigen von Google Adsense empfangen. Die angezeigte Werbung ist oft personifiziert und auf deine persönlichen Interessen zugeschnitten.

Google und Facebook buchen die Werbung normalerweise nicht selbst, sondern arbeiten ihrerseits mit Millionen von Unternehmen oder Werbeagenturen zusammen. Online-Werbung ist ein Milliarden-Business und die Marktführer aus Silicon Valley haben sich hier als Vermittler äußerst clever positioniert.

Blogger werden meist pro Klick bezahlt, wenn Sie Werbung aus dem Google Adsense Programm einbinden. Für einen Klick auf einen unserer Werbeflächen bekommen wir von Google beispielsweise im Durchschnitt ca. 35 Cent.

Werbekennzeichnungspflicht für Influencer und Affiliates

Jeder Werbetreibende muss sich an die Werbekennzeichnungspflicht halten, ansonsten können empfindliche Geldstrafen drohen. Das bedeutet, dass jede Online-Werbung eindeutig als solche gekennzeichnet werden muss. Ansonsten würde man sich der Irreführung an den Verbraucher schuldig machen. Daher befinden sich bei Werbebannern rechts oben meist ein gut sichtbares Symbol, ein Sternchen, oder die Werbung wird mit Anzeige gekennzeichnet. Für Recht und Ordnung sorgt hier der Verbraucherschutz, die auf Fehler in der Kennzeichnungspflicht aufmerksam machen. Auch Abmahnungen seitens Wettbewerber sind durchaus denkbar. Die Werbekennzeichnungspflicht gilt auch für Influencer und Affiliates.

Mit Affiliate Marketing Geld verdienen

Was ist Affiliate Marketing?

Mit Affiliate Marketing, das oft synonym zum Performance Marketing verwendet wird, kann jeder von uns Online Geld verdienen. Diese Form des Online-Marketing zeichnet sich dadurch aus, dass sie jedem Einzelnen Bezahlung von Vermittlungsprovisionen ermöglicht. Damit Online-Shops Provisionen bezahlen, musst du sogenannte Affiliate-Links verbreiten. Dies kann als Blogger auf der eigenen Website geschehen oder mit einem normalen Social Media Account auf Facebook, Instagram oder Youtube.

Das Geld wird erfolgsabhängig von Affiliate Anbietern bezahlt und ist insbesondere im Bereich des Influencer Marketing sehr beliebt.

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Die Besonderheit in dieser Teildisziplin ist das erfolgsbasierte Vergütungsmodell im Affiliate-Marketing. Blogger und Influencer arbeiten direkt mit Online-Shops zusammen. Sie erhalten Geld, eine sogenannte Werbekostenerstattung, wenn die Klicks der Zielgruppe tatsächlich zu einem Kauf (= Erfolg) führen.

Der Affiliate-Link zum Online-Shop beinhaltet dabei einen individuellen Code, welcher eine Zuordnung ermöglicht und als Cookie in deinem Browser abgespeichert wird. Die Höhe der Provision ist meistens abhängig vom Warenkorb-Wert des vermittelten Besuchers. Der Warenkorb-Wert ist nichts anderes als der Rechnungsbetrag, den die Verbraucher für die gekauften Produkte bezahlen. Die Provision für die Affiliates befindet sich bei etwa 5-10%.

Affiliate werden und Geld verdienen

Übrigens kann jeder an so einem Provisionsmodell teilnehmen, egal ob groß oder klein. Um Affiliate zu werden, muss man sich bei einem Affiliate Netzwerk registrieren und kann anschließend Geld verdienen. Affiliate Netzwerke überweisen dir die Provisionen auf dein Bankkonto. Sie haben eigene Verträge mit den Werbetreibenden und kooperieren mit fast allen Online-Shops.

Werbeeinnahmen sind grundsätzlich einkommenssteuerpflichtig, unter Umständen muss ein Gewerbe angemeldet werden. Das gilt für alle nachhaltigen Einnahmen und dementsprechend auch für Affiliates.

Milliarden-Umsatz durch Affiliate Marketing

Affiliate Marketing ist in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Einnahmequellen für Blogger und Seitenbetreiber geworden. Webseiten mit einer großen Popularität generieren einen Großteil ihrer Einnahmen aus dieser Werbemethode. Die aussichtsreichen Belohnungen sorgen dafür, dass die Affiliates einen Anreiz haben, für Online-Shops zu werben.

Affilinet Logo (Part of AWIN)
affilinet ist der größte deutsche Vertreter im Affiliate-Marketing. Influencer benutzen affilinet mit Hilfe einer Web-Extension. https://www.affili.net/…/influencer-web-extension
Umsatzwachstum von Affiliate Marketing
Affiliate Marketing wächst seit Jahren stetig. Hierbei handelt es sich um Umsätze in Milliarden-Höhe. Quelle: https://www.wuv.de/marketing/affiliate_marketing…milliardenumsatz

Beispiel: Affiliate Marketing mit MediaMarkt Angeboten

Online-Shops wie z.B. MediaMarkt bieten auch uns eine Provision an. Wir als Affiliates erhalten für deinen Einkauf bei MediaMarkt eine Provision in Höhe von ca. 5% vom Warenkorb-Wert.

Beispielrechnung Affiliate-Provision
Wenn du einen Fernseher im Wert von 700 Euro kaufst, und vorher einen Affiliate-Link hast, bedeutet das, dass wir daran 35 Euro verdienen. Die Auszahlung erfolgt vom Partner affilinet, die wiederum ihr Geld aus dem Werbebudget von MediaMarkt erhalten.

Konkretes Beispiel: Media Markt Angebote
In einem separaten Artikel haben wir speziell die Fernseher Angebote von Media Markt beworben. Dazu haben wir einen Artikel verfasst, welcher die aktuellen Prospekt-Angebote des bekannten Elektronik-Händlers vorstellt. An vielen Stellen des Artikels befinden sich Affiliate-Links, welche uns zu erfolgsabhängigen Provisionen berechtigen. Auch die großen Test-Anbieter CHIP und Computer Bild bewerben das Partnerprogramm von Media Markt.

Wenn du selbst einen Blog betreibst, oder Online Geld verdienen möchtest, kannst du dich auch gerne in unserer Facebook-Gruppe anmelden.

Erfahrene Online-Marketing-Experten können dir hier beim Einstieg in das Marketing-Business weiterhelfen.

Fazit Affiliate Marketing

Werbung ist der Schmierstoff unseres gigantischen Wirtschaftmotors. Sie ist wichtig, um Unternehmen eine Kommunikation mit der Zielgruppe zu ermöglichen und ermöglicht zugleich eine Form der Vergütung für Menschen, die sich in ihrer Freizeit mit viel Herzblut engagieren, andere zu unterhalten oder zu informieren – wie wir es hier auf Finanzgrundlagen tun.

Die Kunst dabei ist, dem Leser sowohl einen Mehrwehrt zu bieten, ihn dabei gleichzeitig aber nicht zu nerven. Auf vielen Websites wird man immer häufiger zugeschüttet mit Pop-ups, Bettelei für Likes und Newsletteranmeldung, automatisch startetenden Videos usw.
Wir sind der Meinung, dass ein guter Inhalt immer Priorität hat und Werbung zweitrangig ist. Was haltet Ihr davon?

4.83/5 (8)

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Über Christopher 27 Artikel
Christopher (31) ist Autor von Finanzgrundlagen. Wenn du ihm eine Nachricht schreiben willst, kontaktiere Christopher in den sozialen Netzwerken oder schreibe ihm eine Mail an cp@finanzgrundlagen.de Christopher ist verantwortlich für folgende Kategorien auf Finanzgrundlagen: Digital Marketing Immobilien Start-Up und Business

1 Kommentar

  1. Ein Fazit, dass es auf den Punkt bringt 😉

    Meine persönliche Prognose zu nerviger Online Werbung:
    Zum Glück wird mit dem DSGVO Gesetz bald Werbung nicht mehr so unter dem Radar stattfinden dürfen. Ein Gesetz dass seinen zweck bezüglich Datenschutz hoffentlich erfüllen wird…

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