Daytrading Voraussetzungen – Nichts für schwache Nerven

Finanzblogroll im Interview

Immer öfter höre ich von Bekannten oder Freunden, dass der Daytrader ein nahezu perfekter Beruf sei. Man könne sich seine Zeit frei einteilen und ein paar Klicks am Tag wären auch nicht sonderlich schwierig. In dieser Artikelserie wollen wir uns nicht mit den Techniken des Daytradings befassen, sondern einmal den Fokus auf die Voraussetzungen und die Grundeinstellung des Traders setzen.

Trading Voraussetzung

Zunächst einmal wollen wir uns mit dem wohl wichtigsten Punkt befassen. Bevor Sie eine Karriere als Daytrader starten können, müssen Sie zu aller erst Kapital haben mit dem Sie arbeiten können. Beim Daytrading verhält es sich ähnlich wie in der realen Wirtschaft, bevor Sie Profit machen können müssen Sie Waren oder Dienstleistungen einkaufen, um diese anschließend mit einem Gewinn wieder verkaufen zu können.

Allerdings ist es beim Daytrading so, dass Sie diese Waren in Form von Long- oder Shortpositionen für verhältnismäßig kurze Zeit halten. Wie der Name schon sagt halten Sie in der Regel keine Positionen über einen Handelstag hinaus. Das bedeutet, dass Sie alle Ihre Positionen am Ende des Tages glattstellen.

Finanzielle Voraussetzung beim Traden

Als privater Trader haben Sie, im Gegensatz zu den institutionellen, einen nicht zu unterschätzenden Erfolgsdruck. Als Hobbytrader ist dieser allerdings weniger ausgeprägt als bei einem privaten Vollzeit-Trader.

Vollzeit-Trader müssen durch ihr Trading ihre Lebenshaltungskosten decken. Je nachdem wie groß oder klein das finanzielle Polster ist, können mehrere hintereinander folgende Minustrades den Trader mehr oder weniger stark belasten.

Diese mentale Belastung wird unweigerlich einen Einfluss auf die Tradingqualität haben. Es werden Postionen ungewöhnlich lange gehalten oder mit viel zu hohen Einsätzen eingegangen.

Außerdem sollte der Trader berücksichtigen, dass er sich ein angemessenes monatliches Gehalt zahlen sollte. Daytrading ist eine mental anstrengende Tätigkeit, welche durch einen entsprechenden Gegenwert honoriert werden sollte. Dabei bleibt die Höhe der persönlichen Entlohnung zwar jedem selbst überlassen, sie sollte allerdings höher liegen als das Gehalt bei einer einfachen Angestelltentätigkeit.

Dies liegt vor allem daran, dass das Trading für Sie persönlich einen Mehrwert bieten soll. Dieser Mehrwert sollte sich nicht nur in der Freiheit der Selbstgestaltung des Arbeitstages, sondern auch in Ihrer Entlohnung widerspiegeln.

Im nächsten Artikel werden wir uns detailliert mit der Frage beschäftigen, wie Stress und Erfolgdruck die Qualität unseres Tradings beeinflusst.

4/5 (1)

Bitte bewerte diesen Artikel von Finanzgrundlagen

Über Jakob 184 Artikel
Jakob ist Autor von Finanzgrundlagen.de

2 Kommentare

  1. Ich bin zwar kein Freund des Daytradings, lese aber dennoch gern verschiedene Berichte und Informationen dazu. Denn oftmals lassen sich gewisse Aspekte nutzen und in die eigene, in meine, Anlagestrategie einsetzen, bzw. einfließen lassen.
    Hier finde ich vor allem den Aspekt Stress und mentale Verfassung sehr interessant. Das habe ich bei möglichen Anlageentscheidungen noch nie mit einbezogen/berücksichtigt.
    Ich selbst handele nur in Zeiträumen über 1 Jahr.

  2. Bin schon gespannt auf die nächsten Folgen. Finde das Thema Daytradeing sehr interessant, obwohl es sich mir noch nicht wirklich erschlossen hat. Ich persönlich käme gar nicht auf die Idee Wertpapiere auf einen so kurzen Zeithorizont zu kaufen.
    Grüße
    Andreas

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*