5 praktische Tipps um die eigenen Fixkosten zu senken

Haushaltsbuch führen - Geld Sparen

Wenn am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist, muss sich etwas ändern. Doch woher soll
das zusätzliche Geld kommen? Neben den großen Hebeln gibt es jedoch noch eine Reihe kleiner
Dinge, die kaum Aufwand kosten jedoch zusammen genommen einiges bewirken können. Ich habe
fünf Dinge herausgesucht, die ich selbst erst letztes Jahr bei mir optimiert und somit jährlich 1.200
Euro (100 Euro/Monat) eingespart habe.

Der Artikel ist ein Gastbeitrag von Martin Fiedler.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie viel Geld viele Menschen auf der Straße liegen lassen.
Noch dazu bedeutet es in den meisten Fällen gerade mal einen einmaligen Aufwand von fünf
Stunden, hier etwas zu tun. Bei mir zumindest war das so. Denn wenn ich eine Sache nicht mag, dann
sind das hohe Fixkosten, völlig egal in welchem Bereich. Wieso sollte ich auch für etwas zahlen, das
ich woanders auch kostenlos bekomme?

Da verwundert es mich immer aufs Neue, wenn mir Leute erzählen, wie wenig Geld Ihnen im Monat
bleibt und sie sich gerne mehr leisten möchten, jedoch noch nicht daran gedacht haben, bei den
offensichtlichsten und alltäglichsten Dingen anzusetzen.

Die nachfolgende Liste ist mehr als Inspiration zu sehen. Es gibt darüber hinaus natürlich noch eine
Reihe anderer Dinge, die man angehen kann.

Je nachdem, wie regelmäßig man den Check der Fixkosten macht, wird die Ersparnis natürlich größer
oder kleiner ausfallen. Doch egal wie groß die Ersparnis ist, lohnen tut es sich in den allermeisten
Fällen, denn es wird sich nicht nur einmalig, sondern Monat für Monat bemerkbar machen.

Strom

Strom ist eine der effektivsten Möglichkeiten, Geld zu sparen – Und zwar in zweierlei Hinsicht:

Stromanbieter

Auf der einen Seite gibt es den Stromanbieter, welcher einen gewissen Tarif verrechnet und jederzeit
gewechselt werden kann. Hier macht es Sinn, sich anhand der letzten Jahresabrechnung den
persönlichen Jahresstromverbrauch anzusehen um sich danach einen günstigeren Anbieter
herauszusuchen. Ebenso gibt es bei einem Wechsel zu einem neuen Anbieter oft bestimmte Boni, die
in Anspruch genommen werden können.

Und bitte keine Sorge, dass man beim Wechsel ein paar Tage ohne Strom dastehen muss: Man wird
vom Wechsel absolut nichts merken und alles funktioniert völlig nahtlos.

Stromverbrauch

Die andere Seite betrifft den Strom-Konsum selbst. Neben den offensichtlichen Stromfressern wie
Klimaanlagen und alten Kühlschränken, gibt es noch etwas, wo das Ganze weniger auffällig ist: Ich
spreche hier vom Stand-By. Das trifft meistens auf Fernseher, Stereoanlagen und Receiver zu. Diese
Geräte verbrauchen durchgehend Strom, den man an dieser Stelle gut einsparen kann.

Pro Gerät im Stand-By beträgt der Verbrauch meistens nur 1-4 Watt. Das klingt zunächst wenig,
jedoch muss man bedenken, dass das Ganze 365 Tage im Jahr durchgehend verbraucht wird und sich
diese Summe mit der Anzahl der Geräte noch aufaddiert. Etwa 5-8 Euro pro Monat schmeißt man
somit aus dem Fenster.

Andere Dinge wie das Internet-Modem beispielsweise laufen durchgehen, obwohl es in den meisten
Fällen nur einen Bruchteil des Tages genutzt wird. Geräte wie dieses können über die Nacht somit
durchaus ausgeschalten werden, ohne dass es jemandem abgehen wird.

Ich persönlich nutze zur komfortablen Lösung dieses Problems Verteilerleisten mit Ein-
/Ausschaltknopf. Sobald ich aus dem Haus oder Schlafen gehe, wird alles abgeschalten. Der Aufwand
hält sich hier wirklich in Grenzen, versprochen!

Girokonto

An die Kosten & Gebühren eines Girokontos denken die meisten interessanterweise als Letztes. Aber
gerade hier ist eine Ersparnis besonders leicht herauszuholen.

Üblicherweise zahlt man für sein Girokonto sogenannte Kontoführungsgebühren, welche meist
Quartalsweise abgerechnet werden und in der Regel zwischen 15-25 Euro betragen. Selbst im
günstigsten Fall macht dies eine Ersparnis von 60 Euro jährlich aus. In vielen Fällen noch weit darüber
hinaus.

Ich persönlich hatte etwas Bedenken bezüglich des Aufwands, der im Zuge der Umstellung auf mich
zukommt. An der Stelle kann ich aber beruhigen: Der einzige Aufwand, der entsteht, ist das
Hinterlegen der neuen Kontoverbindung bei Online Shops und natürlich bei anderen Stellen wie dem
Vermieter, Strom- und Gasanbieter und dem Arbeitgeber.

Die Eröffnung des neuen Girokontos selbst ist in vielen Fällen in weniger als 30 Minuten vollständig
erledigt – Dies ist aber natürlich auch von der jeweiligen Bank abhängig!
Einiges an Arbeit erspart man sich mit einem Girokonto Vergleich, bei dem man alle Daten gleich auf einen Blick hat.

Lebensmittel

Hast du dir schon mal angesehen, wie viel du monatlich für Lebensmittel ausgibst? Falls nicht,
empfehle ich dies dringend.

Ich habe es so gemacht: Ich habe mir für drei Monate JEDE Rechnung aus dem Supermarkt
aufgehoben. Jeweils am Monatsletzten habe ich mir dann in einer Excel-Liste die jeweiligen Beträge
aufgeschrieben und zusammengerechnet. Natürlich kann man dafür auch eine App nutzen. Auch gibt
es Apps, mit denen du nur die Rechnung zu scannen braucht und es wird automatisch der Name des
Geschäfts sowie die Endsumme erkannt. Die einzige App, die bei mir zuverlässig funktioniert hat, war Smart Receipts.

Leider wird diese jedoch nur kostenpflichtig angeboten, was das Ganze wiederrum ad absurdum führt, wenn wir eigentlich Kosten einsparen möchten.

Am Monatsende wird wahrscheinlich eine Summe herauskommen, welche dich überraschen wird. In
meinem Fall waren es durchschnittlich 320 Euro, die ich monatlich für Lebensmittel ausgebe.
Mittlerweile habe ich meine Ausgaben in dem Bereich auf 250 Euro gesenkt und nebenbei die
ungesunden Dinge gestrichen. Kosten gespart & gesündere Lebensweise auf einen Schlag sozusagen!

Internet

Beim Thema Internet sollte man sich überlegen, was man denn überhaupt benötigt. Bei mir war es
bisher so, dass ich ein Komplett-Paket bestehend aus Internet, TV und Festnetztelefon hatte. Das
Festnetztelefon wurde natürlich niemals aktiviert, jedoch waren die übrigen zwei Dinge immer noch
günstiger als diese einzeln zu beziehen.

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich meinen Fernseher schon seit einer halben Ewigkeit nicht
mehr eingeschalten habe. Somit wurde das einst günstige Paket zu einem teuren!

Wenn es um reines Internet geht, sollte man sich ebenso überlegen, welche Geschwindigkeit Sinn
macht. Ich behaupte, dass den Meisten eine Geschwindigkeit von 25 Mbit/s völlig ausreichen würde.
Damit lassen sich sowohl HD-Filme streamen als auch alles andere problemlos nutzen.
Wer den Haushalt mit anderen Personen teilt oder viel herunterlädt, muss natürlich
dementsprechend aufstocken. Auch hier macht ein Vergleich der verschiedenen Internetanbieter
Sinn.

Handy

Der letzte einfache und gut steuerbare Punkt ist das Handy. Auf der einen Seite das Gerät selbst, auf
der anderen Seite der Tarif.

Das wichtigste zuerst: Es ist in den allermeisten Fällen sehr viel teurer einen Tarif inklusive Handy zu
nehmen. Die kleinen monatlichen Beträge lassen es so wenig erscheinen, allerdings summiert es sich
schnell auf. Ebenso ist man für eine gewisse Zeit vertraglich daran gebunden, sodass ein vorzeitiger
Ausstieg nicht möglich ist. Smartphone und Tarif daher am besten immer separat kaufen!
Beim Tarif selbst heißt es nochmals: Vergleichen! Sieh dir am besten zuerst an, wie viele Minuten
und welche Datenmenge du im Monat etwa verbrauchst und mach dich dann auf die Suche nach
einem passenden Tarif dazu.

Fazit

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Tipps etwas helfen konnte und du einige davon umsetzen wirst oder
dies vielleicht schon getan hast. Ich habe mir allein durch diese fünf Dinge einiges an Geld erspart,
welches ich nun für andere Dinge verwenden kann.

Der Artikel ist ein Gastbeitrag von Martin Fiedler.

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