Monatlich Geld sparen – aber wie viel?

Ein bisschen rechnen muss schon sein!

Wer durch regelmäßiges monatliches Geld sparen ein Vermögen aufbauen will muss zu allererst herausfinden wie viel Geld monatlich zum Vermögensaufbau zur Verfügung steht. Um zu dieser Zahl zu kommen müssen zwei Hausaufgaben erledigt werden: Zuerst muss eine transparente und vollständige Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben erfolgen. Danach bietet es sich an, eine Auflistung aller Verpflichtungen anzufertigen. Zu guter Letzt muss am Ende individuell entschieden werden, wie viel Geld des sog. „freien Einkommen“ zum Vermögensaufbau investiert werden soll.

Bei den Einnahmen ist wohl das Gehalt der maßgeblichste Punkt. Sollten andere Einahmen, zum Beispiel Mieten oder Zinsen oder ähnliches vorliegen sind diese natürlich hinzuzurechnen. Meist ist die Berechnung des monatlich Einkommens sehr einfach. Etwas komplizierter wird es da öfter bei den Ausgaben.

Eine offene und ehrliche Liste aller Kosten ist die beste Grundlage!

Die Auflistung persönlicher Aufwendungen ist meistens keine allzu einfache Hausaufgabe. Es sollten alle Ausgaben die im Laufe eines Jahres anfallen hinzugerechnet werden. Angefangen bei regelmäßigen (oft wöchentlichen) Kosten für Essen und trinken, bis hin zum jährlichen Beitrag zur KFZ-Versicherung und zur Lieblingszeitschrift (egal ob Focus oder Bild!). Nicht zu vergessen sind Ausgaben für Urlaube, Hobbys und andere „Lustbeträge“. Einmalig oder unregelmäßig anfallende Ausgaben können einfach auf monatliche Beträge runtergebrochen werden.

Eine Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben, idealerweise in Tabellenform, ermöglicht es dir auf einen Blick zu sehen wie viel „unterm Strich“ von deinem Einkommen nach Abzug alles Kosten noch übrig bleibt. Das Ergebnis dieser Übung wird sicherlich nicht auf den Cent genau stimmen. Es wird dir aber sicherlich helfen, deinen Spielraum zum Vermögensaufbau zielsicher einzuschätzen.

Abwägung – Investiertes Geld längerfristig verzichtbar?

Du weißt, wie viel Geld dir pro Monat nach Abzug aller Kosten zur Verfügung steht? Sehr gut. Monatlich Geld sparen? Auch gut. Was nun als letzter Schritt notwendig ist, wird zur sehr persönlichen Überlegung: Welchen Anteil deines „freien Einkommens“ willst du längerfristig anlegen und investieren?

Von einer „längerfristigen Anlage“ spricht man meiner Meinung nach bei Zeiträumen zwischen sieben und zehn Jahren. Was sich im ersten Moment toll anhört bedeutet allerdings: das Geld, was du in den längerfristigen Aufbau von Vermögens steckst solltest du nicht für Anschaffung und Ausgaben im „hier und heute“ einplanen.

Um diese Abwägung zu vollziehen solltet Ihr euch über einige, zusätzliche Sachverhalte Gedanken machen:

Wie hoch sind deine bisherigen Ersparnisse?
Bist du schon im Besitz des vielzitierten „Sicherheitspuffers“? Über die sinnvolle Höhe einen solchen Puffers scheiden sich die Geister. Sicher ist nur, dass es sinnvoll ist für etwaige, ungeplante Kosten schnell verfügbares Geld anzusparen (z.B. auf dem Tagesgeldkonto oder dem Sparbuch bei der Bank). Falls dein Auto unerwartet in Reparatur muss oder andere unerwartete Geldabflüsse geschehen bist du so vorbereitet. Grobe Zielgröße: zwei bis drei Monatsnettoeinkommen.

Welche großen finanziellen Verpflichtungen hast du schon eingeplant?
Es hört sich simple an, ist aber wichtig: Wenn du für nächstes Jahr die Anschaffung eins Autos eingeplant hast und fest damit planst z.B. 10.000€ deines gesparten Geldes dafür zu verwenden, dann solltest du diese 10.000€ natürlich nicht längerfristig anlegen!

Sobald du dir einen Eindruck verschafft hast welchen Teil deines Einkommen zum Sparen aufgewendet werden kann, kannst du dich damit beschäftigen deine erste Geldanlage auszuwählen. Egal ob Aktien, Fonds, ein ETF Sparplan oder eine vermietete Wohnung: ich wünsche dir viel Erfolg und eine gute Rendite!

Zu guter letzt ein Hinweis: Sparraten sind fast immer flexibel und an die jeweiligen Lebenssituation anpassbar. Es wird in den meisten Fällen niemand verhungern weil er mit 50€ zu viel monatlichem Geld sparen gerechnet hat. Überprüfe deinen Sparplan regelmäßig und passe ihn deiner eigenen Lebenssituation an.

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Jakob ist Autor von Finanzgrundlagen.de

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