Besondere Kontomodelle und Spezialformen eines Girokontos

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Über ein gewöhnliches Girokonto verfügt mittlerweile fast jeder volljährige Bürger. Und auch für Kinder und Jugendliche werden mittlerweile schon eigene Girokontomodelle angeboten. Allerdings gibt es über diese Konten hinaus einige Spezialformen des Girokontos, die hier zumindest ansatzweise Erwähnung finden sollen.

Das Treuhandkonto

Ein Treuhandkonto wird immer dann benötigt, wenn Kapital nicht direkt von einer zur anderen Partei, sondern über einen Vermittler fließen soll. Dies kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn Immobilien erworben oder Erbschaften ausgezahlt werden.

Das dahinter stehende Prinzip ist recht simpel: Es wird ein Verwalter für das Treuhandkonto eingesetzt, der die Zahlungen überwacht und nach festgelegten Kriterien freigibt. So kann der Treuhänder beispielsweise einen Geldeingang bestätigen, woraufhin der andere Vertragspartner eine festgelegten Leistung ausführt. Erst wenn diese Leistung für den Einzahler zufriedenstellend ausgeführt ist, gibt der Treuhänder das Kapital für den Leistungserbringer frei. Dieser kann also erst dann auf sein Geld zugreifen, wenn er die zuvor vertraglich festgelegte Leistung erbracht hat.

Das Kautionskonto

Neben dem Treuhandkonto gibt es eine weitere, in der Vergangenheit viel genutzte Spezialform des Girokontos. Die Rede ist vom sogenannten Kautionskonto. Dieses Konto ist speziell dafür konzipiert, Zahlungen von Mietkautionen zu deponieren. In diesem Zuge kann beispielsweise festgelegt werden, dass nur Mieter und Vermieter zusammen Zugriff auf das Kapital haben, welches sich auf dem Kautionskonto befindet. So kann dem Fall vorgebeugt werden, dass der Vermieter die Kaution vom Konto abhebt und für andere Zwecke verwendet. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Alternativen zum klassischen Kautionskonto (zum Beispiel die Kautionsversicherung), so dass dieses Kontomodell immer seltener zur Anwendung kommt.

Über die genannten beiden Spezialmodelle hinaus gibt es noch weitere Formen des Girokontos, zum Beispiel für Unternehmen (Kontokorrentkonto) oder zur Verwaltung von Kapital für Vereine, Stiftungen etc. Da diese Kontomodelle jedoch für den durchschnittlichen Verbraucher in Deutschland uninteressant sind, sollen sie hier nur am Rande erwähnt werden.

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