Kreditrisiken – Eine Übersicht

 

Wer von den eigenen vier Wänden träumt, der sollte nie vergessen, dass es – trotz der aktuell günstigen Kredite – immer noch Kreditrisiken gibt, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Wer einen Kredit aufnimmt, sollte sich auch Gedanken über diverse „was wäre wenn“-Szenarien machen. Folgt man dem Verbraucherschutz, so gibt es sechs Risiken, weshalb sich die finanzielle Situation verschlechtern kann.

Kreditrisiko – Arbeitslosigkeit

Das in Deutschland höchste Risiko: Arbeitslosigkeit. Fast alle Kreditschwierigkeiten entstehen dann, nachdem der Job verloren wurde. Schlussendlich sinkt das Einkommen auf rund 60 Prozent des letzten Nettoverdiensts. Nach spätestens 24 Monaten gibt es Hart IV. Für Alleinstehende beträgt der Regelbedarf gerade einmal 424 Euro.

Kreditrisiko – Arbeitsunfähigkeit

Kann man aus gesundheitlichen Gründen seiner Arbeit nicht mehr nachgehen, so besteht die Möglichkeit, dass man eine Erwerbsminderungsrente erhält. In diesem Fall muss man in den letzten fünf Jahren drei Jahre gesetzliche Rentenbeiträge abgeführt und insgesamt fünf Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt haben. Einen Anspruch auf die volle Erwerbsminderungsrente hat man dann, wenn man pro Tag nicht mehr als drei Stunden einer Arbeit nachgehen kann – die Rente beträgt 32 Prozent des letzten Bruttogehalts. Kann man am Tag zwischen drei und sechs Stunden einer Arbeit nachgehen, so hat man einen Anspruch auf die halbe Erwerbsminderungsrente – das sind 16 Prozent des letzten Bruttogehalts.

Kreditrisiko – Krankheit

Kann man krankheitsbedingt seiner Arbeit nicht mehr nachkommen, so bezahlt der Arbeitgeber das volle Gehalt für die ersten sechs Wochen weiter. Nach Ablauf der sechs Wochen kann man 70 Prozent des Nettogehalts oder 90 Prozent des Bruttogehalts beanspruchen – das Geld wird sodann von der Krankenkasse ausbezahlt. Die Leistung wird für 78 Wochen übernommen.

Kreditrisiko – Unfall

Wer durch einen beruflichen oder privaten Unfall berufsunfähig wird, der hat ebenfalls einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Zudem können Arbeitnehmer bei einem Berufsunfall auch Leistungen aus der Berufsunfallversicherung beziehen.

Kreditrisiko – Rente

Der Renteneintritt bringt in der Regel eine nicht zu unterschätzende Reduzierung des Einkommens. In der Regel kann man davon ausgehen, dass die Rente rund 60 Prozent des letzten Nettoeinkommens ausmacht.

Kreditrisiko – Tod

Der oder die Hinterbliebene des verstorbenen Arbeitnehmers erhält eine Witwenrente. Unterschieden wird hier zwischen einer großen und kleinen Rente. Bei der kleinen Witwenrente handelt es sich um 25 Prozent der Rente des Toten, die für 24 Monate ausbezahlt wird. Eine große Witwenrente gibt es dann, wenn der Verstorbene mindestens 45 Jahre alt war oder ein noch nicht volljähriges Kind im Haushalt der oder des Hinterbliebenen lebt. Die Witwenrente beträgt in diesem Fall 55 Prozent der Rente des Toten und wird entweder bis zum 18. Geburtstag des Kindes (sofern der noch lebende Elternteil noch keine 45 Jahre alt ist) oder bis zum Lebensende des oder der Hinterbliebenen ausbezahlt.

Die unvorhergesehenen Kosten

Hat man einen für sich passenden Kredit gefunden, so geht es in erster Linie um die Frage, wie hoch darf die monatliche Rate ausfallen. Es gibt nämlich auch das Risiko der unerwarteten Zusatzkosten. Jeder Kreditnehmer hat das Risiko, dass er die monatliche Rate nicht mehr bezahlen kann, weil es zu unvorhergesehenen Ausgaben gekommen ist. Das heißt, der Kreditnehmer sollte immer einen Puffer für eine finanzielle Reserve einplanen und die monatliche Kreditarte nicht in jener Höhe vereinbaren, sodass unvorhergesehen Ausgaben zu einem finanziellen Problem werden.

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