In welche Kryptowährungen 2018 investieren – Ein Überblick über die TOP 7

7 Kryptowährungen, die in 2018 interessant werden können

Viele Menschen behaupten, das Investieren in Kryptowährungen sei wie das Spielen im Casino. So zufallsbasiert ist es mit Sicherheit nicht, aber es lassen sich in bestimmten Redewendungen doch Parallelen entdecken. So ist es eine Spielerweisheit, dass das Casinospiel Poker einfach zu lernen, aber schwer zu beherrschen ist. Genauso ist es mit Kryptowährungen. Aber das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden. Einige grundlegende Strategien sind ebenfalls gleich.

Was Kryptowährungen mit Poker zu tun haben

Als Anfänger muss man einige grundlegende Entscheidungen treffen, zum Beispiel, warum man das Spiel begonnen hat – will man nur Spaß haben oder steckt ein ernsthafter Zweck dahinter? Eine andere Strategie muss es sein, gute Entscheidungen zu treffen, wenn man im Spiel ist.

Für Poker heißt das, nicht zu verzweifeln, wenn man mal schlechte Karten bekommt. Bei Kryptowährungen sollte man als gute Entscheidung die richtige Währung für den eigenen Zweck wählen und sich durch Rückschläge nicht gleich aus dem Konzept bringen lassen. Wer abgebrüht ist, durchläuft Schwächephasen routinierter, akzeptiert aber auch einen Verlust und begrenzt diesen durch entsprechendes handeln. Bei Pokerturnieren sehen wir das immer wieder, dass auch der beste Spieler mit den falschen Karten vorzeitig das Spiel beendet.

Überblick über 7 Kryptowährungen, um in 2018 zu investieren

Niemand kann seriös vorhersagen, wie sich einzelne Coins entwickeln werden. Es ist aber anzunehmen, dass sich die meisten Kryptowährungen aus ihrem Tief zum Jahresstart wieder erholen werden. Außerdem sind für dieses Jahr wieder einige interessante ICOs geplant, die den Markt gut aufmischen können. Eine Orientierung wo und wie man Investieren könnte, bieten folgende Infos zu den Kryptowährungen.

Bitcoin BTC

Bitcoin ist der Klassiker unter den Kryptowährungen. Lange Zeit wurden Bitcoin und Kryptowährung als Synonyme verwendet. Die Währung wurde unter anderem durch ihren enormen Kurssprung in 2017 so populär. Wer zu Beginn des Netzwerks vor sieben Jahren 1.000 Euro investiert hatte, kann jetzt das faule Leben unter Palmen genießen.

Aber auch innerhalb von 2017 machte die Währung noch einmal einen enormen Sprung. Von rund 2.000 Dollar pro BTC sprang die Währung im Dezember auf über 17.000 Dollar. Danach hat sie einen starken Einbruch erfahren, was aber für den gesamten Kryptomarkt galt. BTC war der erste Coin, der in einigen Ländern als offizielles Zahlungsmittel akzeptiert wurde. Damit ist er nicht nur ein Anlageobjekt, sondern hat auch einen praktischen Nutzen im Alltag. Zudem sind BTC die am häufigsten gewählte Währung für Folgegeschäfte auf dem Kryptomarkt, zusammen mit ETH. Viele Währungen können nicht direkt erworben, sondern müssen über Handelsplätze gekauft werden. Dafür benötigt man eine Art Grundwährung, die man eintauschen kann. Bei vielen Plattformen ist das noch BTC. Der Nachteil von BTC ist die Technik. Das Netzwerk war eines der ersten und ist mittlerweile entsprechend überholt und teilweise auch überlastet, langsame und teure Transaktionen sind das Resultat.

Ripple XRP

Ripple wurde längere Zeit als die Nummer zwei hinter Bitcoin gesehen. Die Währung hatte dabei durchaus Ansprüche auf den Thron der Kryptowelt. XRP ist die Währung des Ripple-Netzwerks. Dieses wird vor allem von Banken und Geldtransfer-Dienstleistern genutzt. Sie können über Ripple Finanzwerte, bspw. Geld und Schuldscheine, problemlos über die ganze Welt transferieren. Deshalb wird Ripple oft auch als die Kryptowährung der Banken bezeichnet. Wer XRP erwirbt, beteiligt sich damit an dem Unternehmen Ripple Enterprises, dessen Kapitalisierung über die hauseigene Kryptowährung abläuft. Wenn sich das Netzwerk verbreitet, steigt auch der Wert der Währung. Wer auf XRP setzt, hofft also vor allem auf eine verbreitete Nutzung des Ripple-Netzwerks. Da bedeutende Teile der Finanzindustrie Ripple nutzen, klingt diese Hoffnung durchaus sinnvoll. Ripple wird jedoch häufig kritisiert, da es nicht komplett dezentral abläuft und damit ein wesentliches Merkmal für Kryptowährungen nicht erfüllt.

Ethereum ETH

Ethereum ist die dritte populäre Kryptowährung. Sie wird, ähnlich wie BTC, auf vielen Handelsplätzen als Ausgangswährung akzeptiert. Wenn man also etwas exotischere Kryptowährungen kaufen möchte, muss man vorher ETH oder BTC erwerben. Immer mehr fortgeschrittene User gehen dabei mittlerweile zu ETH über, weil der Kauf und die Abwicklung deutlich schneller funktioniert als bei BTC. Der Grund dafür ist die neuere Technologie gegenüber dem Bitcoin-Netzwerk. ETH werden aber nicht nur als Währung genutzt. Das Ethereum-Netzwerk ermöglicht zusätzlich Smart Contracts. Diese Verträge zwischen verschiedenen Internetteilnehmern mussten bisher über große Plattformen, wie Amazon, abgewickelt werden. Durch das Netzwerk können sie demnächst dezentral gespeichert werden, was sie unanfälliger für Manipulation und Datendiebstahl macht. Eine weitere Anwendung ist das Ermöglichen von DApps. Diese dezentralen Apps sind nicht wie bisher auf einem Server gespeichert, sondern im Netzwerk verteilt. So können sie nicht zentral angegriffen oder manipuliert werden. Was für Smart Contracts gilt, gilt somit auch für DApps. Ethereum ist interessant, weil das Unternehmen damit einen Schritt in Richtung einer komplett neuen Gestaltung von Geschäftsabwicklungen im Internet ermöglicht.

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Lisk

Ebenfalls im Bereich der DApps aktiv ist Lisk. Es funktioniert ähnlich wie Ethereum und will die dezentrale Abwicklung von Apps ermöglichen. Im Gegensatz zu Ethereum gibt es bei Lisk nicht nur eine Blockchain. Das Netzwerk setzt zusätzlich noch Sidechains ein, was es flexibler und skalierbarer macht. Lisk ist zudem eines der wenigen Netzwerke, die auf JavaScript als Programmiersprache setzen. Das ermöglicht eine deutlich weitere Verbreitung, da die Sprache sehr populär ist. Leider ist sie auch anfälliger für Sicherheitsrisiken als manch andere. Die zu Lisk gehörende Kryptowährung ist der LSK.

Omisego

Das Netzwerk Omisego wird häufig mit Ripple verglichen. Auch Omisego will Anwendungen im Finanzbereich vereinfachen. Sein Ziel ist es, das Überweisen von Geld weltweit deutlich zu erleichtern. So soll das Transferieren von verschiedenen Währungen in Sekundenschnelle ablaufen. Im Laufe seiner Entwicklung sollen dann noch Aktien, Immobilien und weitere Vermögenswerte dazukommen. Im Gegensatz zu Ripple ist Omisego allerdings komplett dezentral. Was den Endnutzer freut, niemand hat direkten Zugriff auf seine Daten, ist für Banken nicht der Idealzustand. Omisego mit seinem Coin OMG kann eine interessante Währung werden, muss sich aktuell aber noch gegen das Misstrauen der Finanzindustrie durchsetzen.

Cardano (Ada)

War Bitcoin die erste Generation der Kryptowährungen und Ethereum die zweite, so möchte Cardano die dritte werden. Vor allem die Probleme bei Geschwindigkeit und Skalierbarkeit der ersten beiden Generationen will das Netzwerk beheben. Neben dieser technischen Innovation versucht Cardano einen Brückenschlag. Das Team will die Ansprüche der Nutzer mit den Regulierungsanstrengungen von Regierungen und Behörden vereinen. Dazu gehen sie bei der Entwicklung direkt auf große Unternehmen und Organisationen zu und entwickeln mit diesen zusammen ihr Netzwerk weiter. Die Transaktionen bei Cardano erfolgen über den eigenen Coin Ada. Ein Fernziel von Cardano ist es, wie Ethereum und Lisk, Smart Contracts zu ermöglichen.

Iota

Auch Iota will die bestehende Technologie hinter den Kryptowährungen weiterentwickeln. Das Team setzt dafür nicht auf eine Blockchain, sondern auf ein Netzwerk mit dem Namen Tangle. Durch diesen Shift weg von der grundlegenden Technologie hinter allen anderen Kryptowährungen, löst Iota drei Probleme auf einmal. Es ist deutlich schneller, kann viel leichter skalieren und ist kostenlos. Wie oben schon angesprochen, dauert der Transfer von BTC gerne mal bis zu einer Stunde. Bei Iota und seinem Coin IOT läuft dieser in Sekundenschnelle ab. IOT ist zudem eine passende Abkürzung, denn Iota will vor allem im Internet of Things aktiv werden und primär B2B-Lösungen entwickeln. So soll Iota vor allem die Kommunikation unter Maschinen revolutionieren. Eine Anwendung könnte das automatische Bezahlen mit dem Handy beim Betreten des Kinos sein, ohne dass man das Handy dazu in die Hand nehmen muss.

Fazit – Top 7 Kryptowährungen in 2018

Der Markt für Kryptowährungen ist und bleibt weiterhin sehr dynamisch. Der Markt 2018, derzeit dominiert von Bitcoin und Ethereum, wird zunehmend durch eine Vielzahl neuer und ebenfalls sehr vielversprechender Kryptowährungen aufgewirbelt. Eine ausgiebige Auseinandersetzung mit der jeweiligen Währung und darüber hinaus mit den Marktbedingungen und Regulierungsbemühungen seitens der Politik ist unerlässlich.

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Redaktion von Finanzgrundlagen

2 Kommentare

  1. Kryptowährungen sind die Zukunft. Daher überlege ich darin zu investieren. Vielen Dank, dass Sie einen Überblick über die verschiedenen Kryptowährungen verschaffen. Mir war nicht klar, dass es dieses Jahr noch immer weitere ICOs geben wird.

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