Cost Average Effect

Finanzblogroll im Interview

Eine Anlagestrategie für unerfahrene Anleger oder doch nicht? Oft erhalten unerfahrene Anleger von ihren „Finanzberatern“ die mehr oder weniger sinnvolle Empfehlung einen Sparplan auf Basis des Durchschnittskosteneffektes aufzulegen. Fraglich ist allerdings, ob diese Methode für jeden Privatanleger geeignet erscheint.

Cost Average Effect bedeutet übersetzt Durchschnittskosteneffekt und wird dadurch erzielt, dass in einer festgelegten Periode, ein festgelegtes Kapital zum Erwerb von Aktien oder Fondanteilen aufgewendet wird.

Dadurch, dass der Anleger (beispielsweise jeden Monat) einen festgelegten Betrag zum Erwerb verwendet, werden bei niedrigen Kursen viele Anteile, bei hohen Kursen weniger Anteile erworben. Ein positiver Effekt der sich für den Privatanleger erkennen lässt ist, dass er keine Kursschwankungen berücksichtigen muss. Der Sparer baut somit langsam ein mehr oder weniger großes Vermögen auf.

Dennoch hat diese Strategie große Nachteile. Der Sparer wird zwar sehr wahrscheinlich mehr Rendite erzielen als mit einem Sparbuch, allerdings er wird niemals eine deutlich bessere Rendite erzielen. Er wird wahrscheinlich sogar schlechter performen als ein Anleger, welcher die gesamte Summe direkt in die Aktie oder den Fond investiert hat.

Dies liegt daran, dass für jede Order eine Gebühr veranschlagt wird. Der Leser wird jetzt argumentieren, dass bei größeren Summen die Ordergebühren vernachlässigbar klein sind –allerdings hat ein Sparer keine größeren Summen zur Verfügung. Der Sparer hat womöglich ein regelmäßiges Einkommen und spart hiervon einen gewissen Prozentsatz.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Strategie keinen wirklichen Investmentplan darstellt, sondern eher einen Sparplan. Dennoch ist dieser Sparplan gut für diejenigen Privatsparer, welche entweder nicht genug Zeit oder Lust haben sich mit ihren Investments im Detail zu beschäftigen.

Jetzt mögen einige argumentieren, dass solche „Anleger“ nichts an der Börse zu suchen haben, allerdings lässt sich mit solchen Sparplänen eine bessere Rendite als mit einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto erzielen.

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Jakob ist Autor von Finanzgrundlagen.de

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