Dotcom Blase platzte im März 2000 – Zusammenfassung der Spekulationsblase

Lehrstück der Geschichte - Hype um New Economy - Gier der Anleger - Dotcom Blase

Dotcom Blase

Hoffnungen und Träume während der Dotcom Blase lösten sich förmlich in Luft auf. Die Dotcom Blase zusammengefasst: Aus vielversprechenden und gigantisch hoch bewerteten Unternehmen, wurden binnen kurzer Zeit irrelevante Firmen ohne Zukunftsperspektive. Die Dotcom Blase platzte im März 2000 und Kleinanleger verloren viel Geld. Diese gigantische Spekulationsblase ist ein Lehrstück der jüngsten Geschichte.

Dotcom-Blase Ursachen: Euphorie und Hype

Ursachen – Spekulationen und falsche Versprechen

Die Spekulationsblase rund um den Hype der New Economy Branche platze um die Jahrtausendwende, genauer gesagt im März 2000. Deren Leidtragenden waren vor allem Kleinanleger, was wir in diesem Artikel am Beispiel der Infineon Aktie erläutern möchten. Zunächst zu der Ausgangssituation und zu den Ursachen der Dotcom Blase. In den 1990er Jahren gab es viele technologische Entwicklungen, die zu einem regelrechten Hype geführt haben. Das Handy wurde massentauglich, Internet Modems fanden den Einzug in private Haushalte. Die Möglichkeiten des Internets waren plötzlich für Millionen an Menschen verfügbar. Handhelds, die Vorläufer der heutigen Smartphones, wurden immer beliebter. Dieser Hype führte zu einer positiven Grundeinstellung aller Menschen zur New Economy Branche.

Euphorie als Antreiber für den Hype

Weltweit entwickelte sich eine euphorische Stimmung. Vieles, was vor kurzem noch Zukunftsmusik war, war plötzlich im Laden käuflich erwerblich. Die Entwicklung schritt so schnell voran, dass kein Ende abzusehen war. Es entstand eine neue Branche: die Internetbranche, der sogenannte „Neue Markt“. Diese Unternehmen hatten einen gewissen Finanzierungsbedarf. Daher mussten sie nach frischem Kapital fragen. Dies klappt am einfachsten, wenn man falsche Versprechen tätigt, oder um es etwas humaner auszudrücken: Wenn man viel versprechen muss, und sich daher etwas übernimmt.

Jede Idee der New Economy Branche war an sich vielversprechend. Dazu waren viele Kleinanleger bereit, ihr Kapital zu investieren. Die Banken freuten sich, da sie die hohe Nachfrage ihrer Kunden spürten, und auf doppelte Weise profitieren konnten. Am Ende des Tages war die hohe Nachfrage und der Glaube an das schnelle Geld der verlässliche Antreiber für einen Hype. Die Gier mancher Menschen führte dazu, dass sich so eine gigantische Spekulationsblase entwickeln kann. Jeder will profitieren!

Lass dich nicht manipulieren – Entscheide rational

Die Dotcom-Blase zeigt, wie einfach wir uns manipulieren lassen, und wie naiv wir den Versprechungen vertrauenswürdig scheinender Persönlichkeiten vertrauen. All diese Komponenten führen dazu, dass wir emotionales vor rationales Handeln stellen. Mein Tipp: Lass dich nicht manipulieren. Treffe jede Entscheidung über die Anlage deines Geldes rational. Ziehe die Lehren aus der emotionalen Dotcom-Blase, dem Lehrstück der jüngsten Finanzgeschichte.

Wir beobachten aktuell ähnliches Verhalten beim Hype um Bitcoins

Dotcom Blase – Zusammenfassung

Der neue Markt versprach satte Gewinne. Der Technologieumbruch war überall zu spüren, immer mehr Menschen wollten daran teilhaben. Mehr und mehr Technologieunternehmen gingen an die Börse, um sich Kapital für die Expansion zu beschaffen. Viele davon waren erst junge Start-Ups. Sie wollen mit Produkten die Welt verändern, was zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr so unrealistisch klang. Die Aktien wurden ihnen dabei förmlich aus den Händen gerissen. Als die ehemalige Siemens-Tochter „Infineon“ an die Börse ging, waren deren Aktien 33-fach überzeichnet, die Anleger wollten also 33x mehr Aktien kaufen, als überhaupt auf den Markt gebracht wurden. Sie wurden schließlich per Losverfahren an die Anleger ausgegeben.

Verführt worden von der Hoffnung auf sagenhafte Gewinne

Viele private Anleger wollten von den sagenhaften Gewinnmöglichkeiten profitieren. Banken erkannten das sehr schnell und umwarben ihre Kunden aktiv mit Produkten. Über Technologie-Fonds konnten Anleger in eine Vielzahl an Unternehmen in der Branche investieren. Neuemissionen, wie die von Infineon, wurden insbesondere durch aktives Marketing den Menschen schmackhaft gemacht. Schließlich, so warben die Banken, haben sich die Kurse so rasant entwickelt, dass man den Zug nicht verpassen sollte.

So entschloss sich selbst Tante Hilde aus Großalmerode plötzlich „Traden“ zu wollen

Immerhin warben sogar Prominente für den Kauf von Aktien, das weckte Vertrauen. Auf so eine bewährte Marketingstrategie setzte z.B. die Deutsche Telekom mit dem Schauspieler Manfred Krug, die Deutsche Post mit Thomas Gottschalk und seinem Bruder Christoph. (1)

Prophezeiung: Satte Gewinne und das schnelle Geld

Wenn alle sagen, dass es gut gehen wird, dann wollte man es nun auch mal wagen. Die Hoffnung auf das schnelle Geld ist bekanntlich verführerisch. Die Aktie von Infineon stieg nach der Emission vom Ausgabepreis von 35 EUR auf über 70 EUR. Es erfüllte sich die Prophezeiung von selbst. Satte Gewinne waren da. Natürlich haben auch manche verkauft, das waren die, die rational handelten, oder institutionelle Anleger wie Banken, die ihr Risiko diversifizieren mussten. Die Aktie von Infineon hatte sich an einem Tag verdoppelt, und nach einigen volatilen Monaten, in denen der Kurs stark nach oben und unten geschwankt ist, platze schließlich die Dotcom-Blase. Sie zog den gesamten Markt und insbesondere die Technologiewerte nach unten. (Manager Magazin)

Gier frisst Hirn – Substanzlose Milliardenunternehmen

Das Anlegerverhalten der Zeit der Dotcom-Blase  war gekennzeichnet von irrationalem Handeln. Unternehmen, die außer einigen Computern keine physikalischen Anlagegüter hatten, waren plötzlich Millionen wert. Im Gegensatz zu klassischen Industrieunternehmen, die Maschinen, Produktionshallen und Gebäude besaßen, also physikalische Werte (Buchwerte), war das einzige werthaltige Produkt der Start-Ups eine Idee. Eine neue Online Community zum Beispiel (theglobe.com), ein Modeversand (boo.com), ein Tierfutterversand (pets.com). Manche hatten auch gar keine Idee und wollten damit Geld verdienen. Die Seite Business.com ging für 8 Millionen USD an einen Investor, sein Plan war einzig und allein, die Seite wenige Monate später für 30 Millionen USD zu verkaufen. (heise.de)

Im Jahre 1999 interviewte der Spiegel „Steve Paternot“, den Gründer von „theglobe:

„Sie können den Umsatz der führenden 20 Internet-Firmen zusammenzählen, und es ist immer noch nicht so viel wie bei einem profitablen Traditionskonzern. Und dennoch sind die Online-Firmen an der Börse ein Dutzend Mal mehr wert. Warum ist das so? Weil sie mit abenteuerlicher Geschwindigkeit wachsen, oft viele hundert Prozent im Jahr. Wir sind inmitten einer der größten sozial-ökonomischen Umschwünge der Weltgeschichte und machen daraus gerade ein riesiges Geschäft. Viele Internet-Firmen werden bald super-profitabel sein, weil sie mit relativ geringen Kosten Millionen von Kunden bedienen können. Da können Sie nicht die gleichen Maßstäbe anlegen wie bei einer Maschinenfabrik.“

Merkmale der Unternehmen: wenig Substanz, niedrige Umsätze, keine Gewinne

Alles wurde durch gigantische Erwartungen an die Zukunft kompensiert. Die Aktienkurse sind nicht aufgrund fundamentaler Entwicklungen gestiegen, sondern nur weil immer mehr Menschen darauf spekulierten. Sie glauben daran, dass die neuen Unternehmen mit ihren Ideen und Produkten die Welt verändern würden und sie eines Tages richtig viel Geld damit verdienen würden. Die Gier schaltete den rationalen Verstand aus, ein sich selbst verstärkender Effekt wurde in Gang gesetzt.

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Der Einbruch des DAX durch die Dotcom-Blase im Jahr 2000 setzte sich bis 2003 fort. 2001 kam ein zusätzlicher Abschwung durch den 11. September. Quelle: Yahoo Finance.

Der geplatzte Traum – Die Spekulationsblase

So rasant die Kurse aufgrund der enormen Erwartungen gestiegen sind, so schnell sind sie gefallen. Der Absturz begann, als die ersten ernstzunehmenden Zweifel an den Gewinnaussichten der Unternehmen aufkamen. Erste Unternehmen meldeten Insolvenz an, weitere folgten schnell. Den Anlegern wurde klar, dass die Unternehmen auf lange Sicht keine Profite abwerfen werden und sich viele Ideen gar als untauglich erwiesen. Sie verkauften ihre Anteile, die Aktienkurse fielen. Die Angst vor weiteren Verlusten wurde größer, viele Kleinanleger verkauften daraufhin, andere befanden sich ob der hohen Verluste in Schockstarre und versuchten es auszusitzen – der Verkauf mit Verlust ist psychologisch, gerade für unerfahrene Anleger, äußerst schmerzvoll. Schwarze Schafe wie „Comroad“, die mit gefälschten Bilanzen agierten, verschärften das Misstrauen in den Neuen Markt. Die Verkaufswelle führte schließlich zum Kollaps und massiven Kursverlusten an den wichtigsten Börsen weltweit.

Dotcom-Blase als Lehrstück für heute

Der Traum der Dotcom-Branche löste sich förmlich in Luft auf. Aus vielversprechenden und gigantisch hoch bewerteten Unternehmen, wurde, binnen kurzer Zeit nur noch leere und irrelevante Firmennamen ohne Zukunftsperspektive. Entlang der Preisspirale befanden sich vom institutionellen  Großanleger bis zum Kleinstanleger, der noch nie zuvor Aktien besaß, jeder dabei. Wer den Knall zu spät gehört hat, hatte massive Verlust hinnehmen müssen. Wer nur einseitig und schlecht diversifiziert gekauft hat, hat es besonders hohe Verluste hinnehmen müssen.

Auch heute gibt es Firmen, die noch nie oder fast nie Gewinne gemacht haben, aber sehr hoch bewertet werden.

Beispiel Tesla: bisher ohne Gewinne

Oft muss viel Geld investiert werden, um neuartige Produkte oder Ideen zu entwickeln, bevor sie vermarktet werden können. Je höher das Risiko, desto höher die Gewinnchancen. Tesla ist ein Beispiel hierfür. Die Erwartungen an die Zukunft sind sehr groß. Mit Stand heute hat Tesla nur Verluste gemacht und dennoch sind die Investoren bereit, Geld zur Verfügung zu stellen. Sie glauben, dass Tesla eines Tages sehr viel Gewinn mit dem Verkauf von Elektroautos machen wird. Anders als bei den Unternehmen, die während der Dotcom-Blase wie Pilze aus dem Boden geschossen und genauso schnell untergegangen sind, ist hier ein klar erkennbares und realistisches Geschäftsmodell vorhanden.

Die Geschichte zeigt aber auch, dass man selbst im ungünstigsten Fall mit einer anderen Strategie durchaus langfristig gewonnen hätte. Ein Beispiel dazu wird im Artikel Spar dir das Sparbuch! Wieso du noch heute in Aktien investieren solltest gezeigt – übrigens unter Einbeziehung der Dotcom-Blase.

Welche Erfahrungen hast du während der Dotcom Blase gemacht?

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Quellenangabe zu unserem Artikel der Dotcom Blase

Fragen zum Investmentverhalten in Spekulationsblasen

Parallelen zwischen Dotcom-Blase und dem Crypto Hype?

Die typischen Merkmale einer Spekulationsblase beobachte ich übrigens auch bei den Bitcoins, wo wir uns mitten in einem Hype Cycle befinden. Viele Menschen in meinem Umfeld beschäftigen sich gerade mit dem Thema und möchten nun in Kryptowährungen investieren. Fast alle, die bereits eingestiegen sind, erzählen davon, wie einfach und geil es ist, so viel Geld zu verdienen! So eine Spekulationsblase haben wir bereits einmal erlebt. Wer erinnert sich an die großen Träume vieler konservativen Anleger, die während der Dotcom Blase geplatzt sind?

5 Fragen, die sich jeder Crypto bzw. Bitcoin Investor stellen sollte

  • Weshalb sollte mir jemand von den Cryptos erzählen, mit der man reich werden kann?
  • Wieso möchte derjenige die genialen Verdienstchancen mir und der ganzen Welt erzählen?
  • Was treibt die Crypto Trader an, uns von deren Profiten in aller Detailtiefe zu erzählen?
  • Warum wollen die Trader, dass du dein Geld in deren Business anlegst bzw. investierst?
  • Wäre deren Strategie so gewinnbringend, müssten sie alleine nicht viel mehr Geld verdienen?
  • There is no such thing as a free lunch

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis

Am Aktienmarkt und analog im Crypto Markt gibt es Gewinner und Verlierer, da es für jeden Verkäufer schließlich einen Käufer geben muss. Insbesondere folgen wir daraus: Würden viele Menschen bereits in Crytpos investiert sein, und der Bitcoin-Kurs läge bei 20.000 Euro, gäbe es nicht genügend Käufer auf der Gegenseite. Was denkst du darüber? Erkennstt du Parallelen zwischen der Dotcom Blase und einer Bitcoin Spekulationsblase?

Artikel von Finanzgrundlagen zu den Themen Geldanlage und Spekulation

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2 Kommentare

  1. Zuallererst: ich bin nicht in bitcoin oder einer anderen Kryptowährung investiert, von daher glaube ich noch einen relativ objektiven Blick auf den Hype zu haben der sich momentan immer mehr ausweitet. Vor etwa vier Wochen hatte ich mir ernsthaft überlegt in die Kryptowährung IOTA zu investieren, da mir das Konzept dieser Währung gefällt und IOTA mit seiner Funktionsweise viel Potential sowie Alleinstellungsmerkmale aufweist. Bis dahin dümpelte diese Kryptowährung immer so zwischen 0,15 bis 0,50 Euro, sprang dann aber ab Mitte letzten Monats auf 2,50 Euro, steht jetzt bei 4. Habe mich da schon etwas darüber geärgert, aber im nachhinein weiss man ohnehin alles besser. Und wer sagt dass es so weitergeht, spätestens jetzt wäre ich ausgestiegen, denn der Hype um die Kryptowährungen wird langsam unheimlich. Weil ich mich mit dem Geld- und Finanzsystem befasst habe, gefiel mir die Grundidee der Kryptowährungen etwas zu haben was nicht beliebig vermehrbar, damit entwertbar ist und vor staatlichen Zugriffen geschützt. Die Zentralbbanken drucken Geld ohne Ende durch Anleihekäufe (die sie selbst ausgeben), das Geld floss bisher in die Aktienmärkte, Fundamentaldaten interessieren kaum noch jemanden. Das Geld sucht Anlagemöglichkeiten, da sind die Kryptowährungen wie prädistiniert dafür. Doch steigen damit die Risiken der Überbewertung, was so lange nicht von Relevanz ist wie immer mehr nachgeschossen als rausgeholt wird. Spätestens wenn Anlageberater in breiter Front zu einem Finanzprodukt werben und ein Hype, auch durch Medien und Werbbung, dazu ensteht ist Vorsicht geboten. Das ist i.d.R. der Zeitpunkt wenn grosse, informierte Investoren aus dieser Sache aussteigen und durch Nicht-Insider bzw. Kleinanleger die Kurse gehypet bzw. gehalten werden um gewinnbringend zu verkaufen. Parallelen zur Dotcom Blase gibt es zweifellos, wobei für mich der wichtigste Indikator der ist, dass Kryptowährungen von nahezu jedem mit Programmierkenntnissen kreirt werden können. Gemeint ist nicht das mining, sondern die völlige Neuentwicklung einer neuen Kryptowährung. Dazu braucht es nur das Etherium-Protokoll, was für jedermann zugänglich ist dem man ein paar individuelle Elemente hinzufügt. Dann braucht es nur noch Abnehmer bzw. eine Marketingsstrategie und der Laden läuft. Die Währung ist also von der Blockchaintechnologie her nicht beliebig vermehrbar, sie ist limitiert, jedoch lassen sich beliebig viele und potentiell unendlich Konkurrenzprodukte herstellen, mit geringen Aufwand und kaum Kosten, so dass am Ende nur die Vermarktungsstrategie und die Bereitschaft gewisse Summen dafür zu zahlen ausschlaggebend ist. Bei bitcoin, aber auch anderen Währungen, wird gerade enorm Nachfrage erzeugt weil diese laut propagiert und in einer grossen Marktbreite eingeführt werden. Die Achillesferse ist mir jedoch zu verwundbar: diese können jederzeit durch andere Konkurrenzkryptowährungen ersetzt werden. Die Märkte sind manipuliert, grosse Banken sehen Kryptowährungen als Konkurrenz zu ihrem Geld was gegenüber den Kryptowährungen zahlreiche Nachteile besitzt, aber allein aufgrund der staatlich garantierten Monopolstellung und Annhamezwang keine Konkurrenz zu fürchten brauchte. Das hat sich mit den Kryptowährungen geändert, und nachdem Massnahmen zur Bekämpfung erfolgslos geblieben sind kann es durchaus sein dass man mit der polulärsten dieser Währung, dem Bitcoin, eine gigantische Blase kreirt um diese dann platzen zu lassen und damit diverse Kleinanleger in den Ruin zu treiben, damit für längere Zeit die Kryptowährungen als gescheiterte Alternative zu deren Luftgeld aus den Köpfen der Menschen zu verbannen. Währung lebt von Vertrauen, ohne dieses ist es nur eine wertlose Zahl, mit der Zerstörung des Vertrauens wäre die Konkurrenz vorerst ausgeschaltet. Bis deren Geld ebenfalls scheitert, aber das Thema steht auf einen anderen Blatt. Von der Idee her sind Kryptowährungen dem Luft- und Schuldgeld der Zentralbanken haushoch überlegen, aber wenn diese in deren Arena steigen sind sie den Flieh- und Manipulationskräften der Hebelmärkte schutzlos ausgesetzt, die Massenpsychologie erledigt dann den Rest: zuerst gehen alle rein wenn man Nachfrage erzeugt, dann panisch alle raus wenn man die Kurse fallen lässt. Wie gesagt, ein Motiv es so zu tun gäbe es meiner Ansicht nach, es wäre nicht das erste mal, mit dieser Technik wurden schon ganze Länder in den Ruin gestürzt oder erpresst. Warum sollte es mit einer Konkurrenzwährung anders sein? Dafür bietet das Luft- und Schuldgeld, mit dem man ganze Staaten unter die Knute der Märkte bringt, viel zu viel Vorteile und Privilegien für den Geldadel und der Privatbanken die unter staatlichen Etikett agieren. So auch FED und EZB. Also Vorsicht, man kann einiges damit verdienen, vielleicht etabliert sich der Bitcoin auch langfristig weil es so gewollt ist oder man will an ihm ein Exempel statuieren. Wenn ich bitcoins hätte, würde ich die jetzt verkaufen. Sollten die von dem jetzigen Niveau (14.000Euro/piece) noch einige hundert Prozent steigen, dann sind entwder alle vollends verrückt geworden oder das Luft- und Schuldgeld eigentlich nichts mehr wert und zum Austausch freigegeben.

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