Wie sollte man sein Geld investieren?

Erst denken, dann investieren!

Die Königsfrage die jeden Anleger umtreibt der sein mehr (oder manchmal auch weniger) hart verdientes Geld anlegen möchte ist : „wie soll ich mein Geld investieren“? Ganz praktisch gesehen ist es eine häufige Frage, wie man sein Geld am Besten in verschiedene Anlageklassen aufteilen sollte. Denn eins ist klar: Alle Mittel in einen Topf ist meistens die schlechteste Alternative. Eins vorweg: Das perfekte Modell, das für jede Person gleichermaßen geeignet ist, gibt es leider nicht!

Geld mit der richtigen Erwartungshaltung investieren

Sei bei der Planung deiner Geldanlage ehrlich zu dir selbst: welche Rendite willst du erwirtschaften? Behalte dabei immer im Hinterkopf wie viel du mit einer relativ risikoarmen Anlage „verdienen“ kannst, z.B mit einer Bundesanleihe (ca. 1-2% jedes Jahr im Juli 2015). Den aktuellsten Zins einer Bundesanleihe findest du sicher in Google.

Es ist wichtig, dass du dich mit dieser Frage beschäftigst, denn deine persönliche Renditeerwartung prägt entweder deine Risikobereitschaft (mehr Chance bedeutet meist ein höheres Risiko), oder die Erkenntnis des notwendigen Risikos für eine bestimmte Rendite lässt dich bei deiner Renditeerwartung „zurückrudern“. In der Praxis hat sich folgende Vorgehensweise in fünf Schritten bewährt:

  • Liste in einer Tabelle die Geldanlagen auf, die du für ein Investment ausgewählt hast (in Spalte A), z.B. Tagesgeld, Aktien und Fonds
  • Gebe in Spalte B an, welche Rendite in Prozent du je Anlageklasse erwartest
  • Gebe in Spalte C an, welche Summe in Euro deines Gesamtvermögens du in der jeweiligen Anlageklasse investieren wills
  • In Spalte D errechnest du nun welche Rendite (Euro pro Jahr und Anlageklasse) erlöst wird (Spalte B mal Spalte C)

Wenn du die Spalte D aufsummierst und dann das Ergebnis durch das Gesamtvermögen teilst das du anlegen willst, erhältst du deine voraussichtliche Rendite.

Spiel ein wenig mit der Verteilung deines Vermögen auf die verschiedenen Geldanlagen. Bleib realistisch mit der Rendite die du je Anlageklasse erwartest. Du wirst schnell feststellen: wenn du 90% deines Geldes auf ein relativ sicheres, aber niedrig verzinstes Tagesgeldkonto einer Bank legst, hast du natürlich wenig Möglichkeit eine Zielrendite zu erreichen die deutlich höher ist als die Zinsen auf diesem Konto!

Übertreibe es bitte mit deinen eigenen Berechnungen nicht: die zukünftige Entwicklung vorherzusagen ist leider unmöglich, Tabellen wie die oben beschriebene neigen auch dazu, eine Sicherheit und Planbarkeit zu suggerieren die in Wirklichkeit (wenn überhaupt) nur annähernd gegeben ist.

Faustformel zur Verteilung deines Vermögens

Welcher Teil deines Vermögens in welchen Topf „wandern“ soll bleibt dir überlassen. Ich erlaube mir allerdings dir eine Denkhilfe mitzugeben. Es kann hilfreich sein zwei Variablen zur Aufteilung deines Vermögens in verschiedene Anlageklassen zur Hilfe zu nehmen. Zum einen die Unterscheidung in Investmentklassen die stark schwanken (Aktien, ETFs, Fonds) und solche, die weniger stark im Wert schwanken (Tagesgeld, Festgeld, eventuell Anleihen). Zum anderen dein Alter in Jahren. Eine oft genutzte Faustformel besagt, dass „100-Alter“ die Prozentzahl ist, um die sich der Teil „im Wert schwankender“ Vermögenswerte einpendeln kann. Hintergrund ist die Tatsache, dass jüngere Menschen einfach mehr Zeit haben eventuelle Verluste auszugleichen als ältere Menschen.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel dabei hilft zu entscheiden wie du dein Geld investieren willst. Bei Fragen oder Kommentaren scheue dich bitte nicht die Kommentarfunktion zu nutzen oder eine Email an info@finanzgrundlagen.de zu sende. Und nun viel Erfolg beim Geld investieren!

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Über Jakob 183 Artikel
Jakob ist Autor von Finanzgrundlagen.de

1 Kommentar

  1. Sehr gute Idee. Ich diversifiziere mein Geld aber nicht nur in den den unterschiedlichen Möglichkeiten, sondern diversifiziere auch in unterschiedliche Investmentmöglichkeiten. So befinden sich Aktien, Fonds, ETF´s und Forexprodukte in meinem Protfolio. Ich hoffe das demnächst auch Immobilien dazu kommen.
    Dabei schaue ich immer das ich so wenig „Arbeit“ wir möglich mit den einzelnen Produkten habe. So verkaufe und kaufe ich Aktien nicht ständig, sondern halte sie möglichst lange. Das gleiche mit Forexprodukten. Bei tradac.info habe ich gelertn im Tageschart zu traden und bin damit ganz zufrieden. Denn auch dies minimiert den Aufwand.
    Und Immobilien sind so oder so passiv. Da muss ich wohl nicht viel dazu sagen.

    Lg Simon

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